Am letzten Donnerstag (16. Februar 2017) wurden mit den NfL

  • 1-958-17 (Änderung TMZ)
  • 1-959-17 (Festlegung von Lufträumen)

die Änderungen und Festlegungen von Lufträumen beschrieben, die ab 30. März 2017 in Deutschland gelten. Diese NfL bilden somit auch die Grundlage für die ICAO Karten 2017.

Wesentliche Neuerung ist die Einführung von „Lufträumen mit vorgeschriebener Transponderschaltung“ (Transponder Mandatory Zone – TMZ) mit Hörbereitschaft.

Transponder Mandatory Zone (TMZ) mit Hörbereitschaft

Lufträume mit vorgeschriebener Transponderschaltung oder auch Transponder Mandatory Zone (TMZ) sind Lufträume in denen VFR Luftfahrzeuge mit einem Transponder mit automatischer Höhenübermittlung ausgerüstet sein und den Transpondercode 7000 (VFR) abstrahlen müssen. Dies ist erst einmal nichts Neues.

Für die TMZs in Deutschland werden nun auf den ICAO Karten 2017 konkrete Transpondercodes mit einer zugehörigen COM-Frequenz veröffentlicht. Es wird „dringend empfohlen“ (Quelle: NFL 1-958-17) während des Aufenthalts in der TMZ diesen Transpondercode zu schalten und auf der zugehörigen Frequenz hörbereit zu sein.

Durch die Kombination gesetzter Transpondercode und Hörbereitschaft kann der Lotse dann entweder einen Piloten direkt  (Callsign per Mode-S Transponder) oder aber per Broadcast ansprechen.

In der Praxis

  • Einflug in die TMZ mit dem veröffentlichen Transpondercode (Mode S) und
  • Hörbereitschaft auf zugehöriger Frequenz (kein Einleitungsruf / Initial Call)
  • Pilot kann durch Lotsen angesprochen werden
  • Verlassen muss nicht gemeldet werden
  • Nach Ausflug aus der TMZ sollte der Transpondercode nicht weiter geführt werden (wenn nicht anders angewiesen)

Listening Squawk in Großbritannien

Großbritannien hat das ähnliche Konzept der Listening Squawks bereits vor einigen Jahren eingeführt:

Airspace & Safety Initiative „Listening Squawk“ [PDF]